Die Attraktion Südnorwegens ist der Preikestolen, eine Felsplattform am Rand des Lysefjorden. Die letzte Parkmöglichkeit vor Beginn des Wanderweges muss man mittlerweile mit 100 Kronen ( 12,50€) erkaufen. Das Höhenprofil mit drei richtig starken Steigungen und 4 km Länge konnte uns nicht erschrecken. Da wussten wir auch nichts vom Untergrund, denn 4 km auf unregelmäßig großen Steinen und Steinstufen sind richtig fies. Und noch fieser auf dem Weg zurück, wenn man die Gelenke dann eh schon spürt.
Aber oben wird man für die Strapazen entschädigt. Der Blick an der Abbruchkante in den Fjord ist schon genial. Wir hatten dann auch Mittagspause 600 m über dem Fjotd. Der Platz gefiel natürlich vielen anderen auch. Daher gibt es von uns kein Foto mit Freudensprung alleine auf der Plattform… Schon abenteuerlich, was manch einer veranstaltet, um das ultimative Foto zu schießen.
Ansonsten ist das Wetter jetzt besser, deutlich trockener und wärmer. Wir befinden uns ja auch an der Riviera Norwegens.
Autor: Anne und Oliver
Brusand
Der norwegische Sommer ließ uns mal wieder umplanen. Da hat man sich grad mit dem Gedanken angefreundet, bei 3 Grad am Fjord zu campen – da ist doch tatsächlich die Passstraße zum Lysefjord geschlossen. So sind wir dann durchs Setesdalen Richtung Meer gefahren. Eine tolle Gegend mit Wasserfällen und reißenden Flüssen. Die Schneeschmelze lässt grüßen. Das Raftingcenter haben wir einfach ignoriert, uns war auch so schon kalt. Andere trieben mit Kanus oder Reifen in den Stromschnellen, einige Leute mit mehr Spaß als andere. Trotz guter Vorhersagen fing es wieder an zu regnen und nach einer viel zu langen Fahrt ergatterten wir eine tolle Hütte am Meer. Wir hatten den Strand auch für uns alleine. Morgen geht dann einer von uns baden.
Hafenrundfahrt Hamburg
Auch als leicht seekrank werdender Mensch kann man den Hamburger Freihafen wunderbar besichtigen. Man braucht nur die richtigen Führer. Wir hatten Anja und Stefan und kamen so in den Genuss Hamburgs von der anderen Seite. Und wir waren unter Matrosen im Seemannsheim Duckdalben. Eine tolle Einrichtung für die in Hamburg anlegenden Matrosen aus aller Welt – und für uns. Vielen Dank für die tollen Einblicke.
Jetzt stehen wir in Kiel an der Fähre und uns erwarten 20 Stunden Überfahrt nach Oslo. Bis dahin liebe Grüße von Anne und Oliver.
Die Rettungsringe im Duckdalben
