Ruhetag Odeceixe

Nach vier Etappen braucht man mal eine Pause. Aber auch an einem Tag ohne Etappe läuft man locker mal 12 km. Von Odeceixe nach Praia de Odeceixe, mal eben in Odeceixe zur Windmühle hoch, da bleibt man im Training. Wir haben mal wieder sehr leckeren Fisch gegessen, das darf man sich nicht entgehen lassen.

Von Porto Covo bis Odeceixe ist die Hauptroute des Fischerwegs und wird am häufigsten gelaufen. Die letzten Male sind wir weiter gelaufen. Jetzt hätten wir nur noch Zeit für zwei weitere Etappen, da wird es dann aber komplizierter mit dem Rückweg nach Lissabon, direkte Verbindungen gibt es da nicht. Zudem soll die nächsten zwei Tage das Wetter schlecht werden und Regen und Wind wollen wir nicht an der Küste. Also fahren wir heute mit Bus zurück und bleiben noch drei Tage in Lissabon.

Odeceixe

Heute war eine richtig anstrengende Etappe. 21 km mit ganz steilen Anstiegen und kniffligen Abstiegen. An manchen Stellen eher klettern als laufen, zum Teil nah an den Klippen… Ein sehr herausfordernder Teil des Fischerwegs. Bei Azenha do Mar geht es so steil hoch, da kriegt man es echt mit der Angst zu tun. Zumindest Leute, die nicht schwindelfrei sind und Höhenangst haben. Vor fünf Jahren sind wir die Etappe auch gelaufen, aber dieses Stück muss ich verdrängt haben. Und vor drei Jahren sind wir von Süd nach Nord gelaufen, hatten an dieser Stelle einen Abstieg. Ich habe keine Erinnerung daran, aber man verdrängt ja gerne traumatische Erlebnisse. Keine Ahnung, wie ich den Abstieg damals geschafft habe.

Aber landschaftlich ist die Etappe klasse. Immer wieder tolle Ausblicke die Küste hoch und runter. Die letzten 4 km vor Odeceixe geht es an der Straße entlang, daran hatte ich mich noch sehr gut erinnert. Jetzt ruhen wir uns erstmal aus und bleiben zwei Nächte hier im Ort.

Zambujeira do Mar

Um 6:45 Uhr sind wir in Almograve bei 8 Grad gestartet. Es war heute leicht bewölkt, angenehmes Wanderwetter und etwa 16 Grad. In der Sonne sehr warm. Die Etappe war 21 km lang, aber nicht so anstrengend wie gestern, es war weniger tiefer Sand. Beim Cabo Sardão legten wir eine Kaffeepause ein. In den Felsen nisten viele Störche, sieht fast aus wie am Bahnhof Hailer-Meerholz 😉

Es ging auch etwas ins Landesinnere, bis wir dann zu dem kleinen Hafen kamen, wo wir Mittagspause machten. 

In Zambujeira haben wir jetzt ein schönes Zimmer, die müden Füße haben bis morgen Pause.