Etappe 6

Eigentlich wollten wir ja von Porto Covo komplett bis zum Kap laufen, aber die Zeit geht uns aus und ab übermorgen soll es regnen. Also haben wir heute einen Abschnitt ausgelassen, damit wir morgen noch bei Sonnenschein zum Cabo Sao Vicente wandern können.

Um 8 Uhr ging unser Privattaxi nach Carrapateira, von wo wir dann um 8.30 Uhr starteten. Die ersten drei Stunden freuten wir uns über den abwechslungsreichen Weg. Laut Wanderführer hätten wir vier Mal einen Fluss überqueren müssen, aber das Flussbett war total ausgetrocknet, und die Brücken wirkten etwas seltsam in der Landschaft. Für die Frühstückspause war es aber praktisch.

Mittagspause machten wir dann in einem kleinen Dorf. Eigentlich sollte es erst ab 12.30 Uhr Essen geben, aber als wir sagten, so lange hätten wir keine Zeit, bekamen wir doch was…

Inzwischen war es total heiß, es gab kein Wölkchen am Himmel, keinen Schatten, aber dafür Anstiege mit 25-30% Steigung. Die letzten fünf Kilometer waren total anstrengend, wir strebten jedem kleinsten Schatten entgegen und jetzt taten auch die Füße weh. Nach 23 Kilometern und 7,5 Stunden erreichten wir dann Vila do Bispo. Morgen sind es dann nur noch vier Stunden bis zum Kap, das schaffen wir jetzt auch noch. Und dann geht’s auch wieder ans Meer.

 

 

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Etappe 5

Die Basisroute des Fischerwegs haben wir ja gestern beendet. Heute sind wir von Odeceixe nach Aljezur gelaufen. Eine Etappe auf dem historischen Weg der Rota Vicentina. Langweilig durchs Landesinnere? Naja, wir machten es aufregend. Nach dem steilen Anstieg zur Windmühle im Ort und 4 km in Richtung Aljezur erhielten wir von unseren Vermietern in Odeceixe die Nachricht, dass wir unser Tablet im  Zimmer vergessen haben. Na großartig. Vier km zurück und dann wieder vier km bis hierher, acht Zusatzkilometer auf einer Etappe von über 20… Das ging ja gut los. Aber unser netter Vermieter hat uns dann ein Stück im Auto mitgennommen, so waren es im Endeffekt nur zwei zusätzliche Kilometer. Glück im Unglück. 

So ging es dann heute durchs  Hinterland, ein Stück an einem Kanal entlang, bis zur Mittagspause in Rogil. Lisas Hut, den sie dort im Februar verloren hatte, haben wir nicht gefunden, aber ganz hervorragenden Kuchen gegessen. Ansonsten war der Weg ziemlich unspektakulär und oft auf Asphalt. Die Sonne brannte, aber in Aljezur wartete ein kühles Getränk. Das haben wir jetzt auch nötig.

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Fischerweg Etappe 4

Die heutige Etappe ging von Zambujeira nach Odeceixe und war 21 km lang. Wir hatten wieder ganz tolle Aussichten, sehr steile Auf- und Abstiege über Felsen und Geröll und natürlich einige Kilometer durch hohen Sand. Einige Wanderer scheinen sich über die Etappen nicht so gut zu informieren oder überschätzen ihre Fähigkeiten. Am schwierigsten Abstieg zum Hafen von Azenha do Mar hing eine Vierergruppe britische Ü80-Wanderer am Abhang fest, weil eine Frau nicht den Hügel runterkam. Da nützen auch die besten Schuhe und Wanderstöcke nichts. Vom Gehen her war heute die schwierigste Etappe, denn es gab schon einige knifflige Stellen. Aber nach 7 Stunden haben wir dann Odeceixe erreicht und freuen uns jetzt auf ein reichhaltiges Abendessen. Das Mittagessen ist heute ausgefallen, weil wir das Restaurant in Azenha 45 Minuten vor Öffnung erreicht haben, denn Essen gab es erst ab 12. Also man muss immer eine Notration dabei haben, und zwei Liter Wasser pro Person sind auch Minimum. Also ganz schön viel zu schleppen. Aber zum Glück haben wir ja an unseren Klamotten gespart.

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