Biathlon Weltcup Holmenkollen

Die Wettervorhersage für diesen Tag war leider schlecht. Bis mittags Nebel und um die 0 Grad. Also alles an Klamotten angezogen, was der Rucksack so hergab. Mit der Metro ging es in 20 Minuten aus dem Stadtzentrum zum Holmenkollen, dann 15 Minuten zu Fuß zum Wettkampfgelände. Drei Stunden vor Wettkampfbeginn schon die reinste Völkerwanderung. Und wo ist der beste Platz? Wir entschieden uns für einen Platz mit Blick auf den Schießstand, von dort hat man auch Blick auf eine große Leinwand. Naja, erstmal nicht, denn es war total neblig. Zum Glück kam zum Einschießen dann langsam die Sonne raus. Das war auch nötig, denn fast drei Stunden bei etwa null Grad waren schon ambitioniert. Zum Glück hatten wir Thermositzkissen dabei, aber eine Fleecedecke wäre super gewesen. Mit der Sonne war es dann super warm und beide Verfolgungsrennen waren total spannend. Bei den Männern entschied dann sogar das Zielfoto über Platz eins und zwei. Die After Ski Party im Zelt ließen wir sausen, wir wollten uns lieber in einem Restaurant auftauen. Auf dem Weg zur Metro kamen wir auch direkt an der Schanze vorbei, bei der Ankunft morgens war sie im dichten Nebel nicht zu sehen. 

Heute geht’s dann wieder mit dem Schiff zurück nach Kiel. Ein netter Mini-Break.

Oslo

Man nimmt sich ja oft Sachen vor: Das könnten wir mal machen, da müssten wir auch mal hin… Eine dieser Sachen ist der Biathlon-Weltcup in Oslo am Holmenkollen. Fantastische Kulisse an der Sprungschanze, Blick auf den Oslofjord, super Sport zum Zugucken. Deutsche Sportler sind zwar dieses Jahr selten vorne zu finden und die Weltcup-Gesamtsieger stehen schon vor diesem finalen Rennen fest. Das wussten wir bei der Buchung nicht und ist eigentlich auch egal. 

Es gab ein super Angebot von Colorline. Fährüberfahrt Kiel-Oslo, zwei Übernachtungen in Oslo und Tickets für die Verfolgungsrennen am Samstag. So sind wir jetzt nach einer entspannten Überfahrt in Oslo, haben zur Überbrückung bis zum Einchecken im Hotel das Kon-Tiki-Museum besucht. Hier werden  Exponate von Thor Heyerdahls Expeditionen ausgestellt. Zum Beispiel das originale Kon-Tiki-Floß und ein Nachbau der Ra II. Schon beeindruckend, mit was für Nussschalen man auf Weltmeeren unterwegs sein kann. Und wir haben gelernt, dass man im Notfall das Trinkwasser mit 40% Meerwasser verdünnen kann, ohne dass der Körper Schaden nimmt. Vielleicht braucht man diese Info irgendwann mal. Wir legen jetzt nach 10 Kilometern mit Rucksack erstmal die Füße hoch. Zum Glück sind wir ja noch im Training. 

Lissabon

Am Ende unserer Reise sind wir drei Tage in Lissabon. Wir erlaufen hier mehr Höhenmeter als auf dem Fischerweg, sind gefühlt 10000 Stufen hoch- und runtergelaufen, aber die vielen Aussichtspunkte sind die Anstrengungen schon wert. Bei den meisten gibt es auch Bewirtung, wo es zumindest Getränke gibt. Essen kann man in Lissabon hervorragend, besonders natürlich Fisch. In einem unserer bevorzugten Restaurants haben wir inzwischen auch die Nachtische alle durch. Wir haben auch die Kombination von 2021 nochmal probiert, an den Rezepten wurde nichts geändert. Sehr lecker. 

Morgen geht’s wieder in die Heimat. Hier wird das Wetter jetzt auch schlecht, heute sind wir in einem Platzregen so richtig nass geworden.