Madrid 3

Heute ist unser letzter Tag. Heute Morgen waren wir im Thyssen Museum und haben einen Rundgang durch die Kunstgeschichte gemacht. Hier war es sehr viel entspannter als gestern im Prado – wahrscheinlich stehen die Leute nur auf „alte“ Kunst oder der Name Prado zieht an… Interessant ist, dass so viele Grundschulklassen hier ins Museum gehen, sich vor die Bilder setzen und diese gemeinsam erkunden. Ganz eifrig schnellen da die kleinen Hände in die Höhe und jeder entdeckt ein anders Detail.

Ansonsten haben wir noch einen anderen Teil der Stadt erkundet, die Abfahrt des chilenischen Präsidenten gesehen, Boteros dicke Frau begutachtet und mal wieder ein Menu del Dia gegessen. Da gibt es für 9-10 Euro Vor-, Haupt- und Nachspeise, Getränk und Brot inklusive. Danach ist man pappsaatt und braucht abends nichts mehr. Problem mit dem Abendessen ist eh, dass es zu einem kleinen Glas Bier immer Tapas dazu gibt. Manche Kneipen sind dabei recht einfallslos mit einer Scheibe Baguette mit Salami, andere servieren so nett angerichtete Köstlichkeiten, dass man das Abendessen gar nicht vermisst und irgendwann kein Bier mehr trinken will, weil man keine Tapas mehr essen kann. Abnehmen kann man hier auf alle Fälle nicht. Erholen aber wunderbar.

Madrid 2

Paris hat den Louvre, Madrid hat den Prado. Und alle Touristen in Madrid besuchen den Prado – wir natürlich auch. Früh am Morgen steht man aber noch nicht so lange an und man hat drinnen etwas mehr Freiraum. 14 der Meisterwerke des Prado kann man mittlerweile via Google Earth besichtigen, aber manches macht im wahren Leben mehr Spaß. Zu den ausgewählten Werken gehören „Der Garten der Lüste“ von Hieronymus Bosch, „Las Meninas“ von Diego Velázquez, „Die drei Grazien“ von Peter Paul Rubens oder „Die Erschießung der Aufständischen“ von Francisco de Goya. Und wir haben sie in echt gesehen.

Aber ein Museum am Tag reicht. Das Wetter war wider Erwarten doch recht gut und so haben wir uns danach  den größten Park Madrids (Retiro) angesehen, sind aber kein Boot gefahren. Die richtige Dosis Wasser haben wir uns am Nachmittag geholt und waren in einem arabischen Bad. In 40 Grad warmen Wasser dümpeln, im Dampfbad richtig schwitzen, ein Päuschen im Ruheraum bei einem Tässchen Tee – schon klasse. Und dann noch eine traditionelle Hammam-Massage. Mann, was sind wir entspannt… So entspannt, dass wir noch zum Plaza Espana gelaufen sind (nochmal Don Quichote und Sancho Panza) und dann über die Gran Via zurück. Mittlerweile hat es angefangen zu regnen und man kann nur hoffen, dass in der einen Straße bald ein Bus kommt – da stehen so viele Frauen in dünnen Kleidern, hohen Schuhen und warten wohl auf den Bus. Jedenfalls gehen sie da dauernd auf und ab…

Wir stürzen uns gleich wieder ins Ausgehviertel, wo die Kneipen von außen schon sehenswert sind. Liegen alle in der Nähe vom Plaza Santa Ana… Gefällt uns natürlich.