Madrid 1

So, jetzt sind wir bei der letzten Etappe dieses Urlaub angelangt. Wir haben noch drei Tage Madrid vor uns. Das liegt so in der Mitte Spaniens, dass wir es eigentlich immer auslassen. Aber Dank Lufthansa und dem 99 Euro Ticket darf Madrid uns auch mal kennen lernen. Haben unseren Urlaubsporsche (Peugeot 207) wieder abgegeben und sind mit der Metro ins Zentrum gefahren. Das ist ja überall einfacher als in Deutschland – man zahlt einen Euro und kommt überall hin. Ok, vom Flughafen zahlt man 2 Euro, aber der ist ja auch außerhalb.

Wir haben einen ersten Spaziergang durchs Zentrum gemacht, Schokolade mit Churros gegessen/getrunken und immer noch kein Mitbringsel für Lisa gekauft… Wir haben ja noch drei Tage. Und hier die Galerie von heute – übrigens die 100. GALERIE auf alo-reisen!!! Habe mir gestern übrigens überlegt, dass das Bloggen uns jeden Tag etwa eine Stunde Urlaub nimmt. Daher sollten die Blogleser sich eigentlich an den Kosten des Urlaubs beteiligen. Oder wir vergeben Urlaubstage: „Der heutige Urlaubstag fand mit freundlicher Unterstützung von XXX statt“ oder so.

;)

Alcazar de San Juan

Wir sind jetzt rund 120 Kilometer südlich von Madrid. Hier in der Gegend spielt Don Quijote de la Mancha von Cervantes. In der ganzen Stadt wimmelt es von Statuen und etwas außerhalb stehen vier Windmühlen. Die drehen sich zwar nicht, aber alles dreht sich um sie. Weil heute Sonntag ist, ist am Nachmittag alles zu. Deswegen machen wir jetzt – wie die Spanier auch – Siesta. Bis morgen!

Alhambra

Heute haben wir den Hauptgrund für einen Granadabesuch erkundet: die Alhambra. Diese Stadtburg liegt phänomenal schön auf einem der Hügel Granadas. Hügel heißt in diesem Fall, dass man einen Kilometer bergauf laufen muss. Und wir haben das gestern Abend schon zur Probe gemacht, weil wir Probleme hatten, unsere Tickets am Geldautomaten auszudrucken. Klingt seltsam, aber das System der Kartenreservierung ist hier auch etwas seltsam und wie wir (und Tausende anderer Besucher) gestern gemerkt haben, auch anfällig für Fehler. Aber am Ende hat ja alles geklappt und wir hatten eine zusätzliche Sporteinheit.

Neben der Festung Alcazaba und den Gärten Generalife (die Gärten sind Anfang März noch nicht wirklich der Renner) sind die Nasridenpaläste das Highlight der Alhambra. Man fühlt sich wie eine Haremsadame – nur etwas wärmer gekleidet… Denn natürlich ist alles auf die sommerliche Hitze ausgelegt und es zieht wie Hechtsuppe – vor allem natürlich bei 4 Grad Außentemperatur am Morgen. Der legendäre Löwenhof ist momentan wegen Restaurierungsarbeiten nur begrenzt zugänglich und die Löwen des Brunnens sind in einem Innenraum ausgestellt. Wie wir hörten, soll der komplette Brunnen in Zukunft mit destilliertem Wasser betrieben werden… Es war schon beeindruckend, die filigranen Bögen, Wände und Decken zu sehen. Die Fotos können das gar nicht richtig einfangen – wir hätten Lisas Kamera mit Panoramafunktion gebraucht.

Sind dann am Nachmittag nochmal ins Albaicin-Viertel zum Viewpoint gekraxelt und wurden belohnt. Man konnte die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada sehen. Erstaunt hat uns die Stadt Granada heute. Es hat nicht geregnet, die Temperaturen stiegen bis auf 17 Grad und die Stadt war lebendig! Überall Tische draußen und überall Menschen. Zwar immer noch mit Stiefeln, aber deutlich weniger Wintermäntel und Mützen. Und wir mussten wieder an die armen Norweger denken, denn in Trondheim hat es Neuschnee gegeben. Bis Juni wird der ja wohl weg sein.

;-)