Trondheim

Die Nacht im Zelt war wunderbar bequem. Da unser gestriges Abendbrot (Würstchen) bemängelt wurde: Fischen ohne Genehmigung darf man nur im Salzwasser – aber ab Donnerstag gibt es hoffentlich täglich Fisch!

Heute ging die Fahrt weiter nach Trondheim. Eine freundliche Mitarbeiterin der Verkehrsbehörde stoppte uns schon wenige Kilometer hinter Lillehammer. Wegen der Überflutung war ein Teil der E6 (die Hauptverkehrsachse Norwegens) noch gesperrt und sie empfahl uns die „scenic road“. Bei Einheimischen einfach Umleitung, bei Touristen eben scenic.  Eine nette kleine Straße, aber in einer Stunde schafften wir dort nur 40km. Man konnte von der Umleitung aus an einigen Stellen einen Blick auf das Hochwasser werfen. An manchen Stellen war  die E6 gar nicht mehr zu sehen und manch idyllisch am Fluss gelegener Campingplatz war regelrecht abgesoffen.

Die Fahrt durch das Gudbrandsdal war wunderschön und wir besuchten auch die Stabkirche aus dem 13. Jahrhundert in Ringebu.

Am frühen Nachmittag erreichten wir das Studentenwohnheim Moholt in Trondheim. Sieht im Sommer wesentlich besser aus als im November. Wie auch Trondheim. Überall grünt und blüht es, und man kann sich wesentlich schneller fortbewegen als auf Glatteis. Wir haben heute an einem Tag fast alles abgelaufen, wofür wir im Winter drei Tage gebraucht haben.

Lillehammer

Na, das hat ja dann doch noch alles gut geklappt. Lisa konnte trotz überschwemmter Straßen mit dem Bus nach Oslo kommen, wir überstanden die Fähre ohne besondere Ausfälle und zum Schluss haben wir uns dann in Oslo sogar gefunden. Jetzt ist alo-reisen also vereint und gemeinsam unterwegs nach Norden.

Heute sind wir nur ein kleines Stück gefahren und haben unser Zelt jetzt in Lillehammer  aufgeschlagen. Wo 1994 die Olympischen Winterspiele waren, lässt es sich auch heute noch gut aushalten. Unser Campingplatz liegt direkt am größten See Norwegens und hat wlan direkt am Zelt. In Hamar haben wir nur kurz gehalten, um das Wikingerschiff zu fotografieren und die Sprungschanzen in Lillehammer haben wir nur aus der Ferne begutachtet. Die schöne Fußgängerzone war nicht gut besucht, denn Sonntag sind die Läden alle geschlossen. Konnten wir auch kein Geld ausgeben. Stattdessen haben wir deutsche Bratwürstchen gegrillt und dazu die Importierte Rohkost gegessen. Das Brot war original norwegisch. Wetter ist perfekt – Lisa findet es zu warm…

Morgen geht es dann durch das Gudbrandsdal nach Trondheim. Da gibt es dann Torte, denn schließlich feiern wir Hochzeitstag. Mal sehen, wie die Nacht im Zelt so wird…

Noch zwei Tage

Damit  ihr mal eine Vorstellung bekommt – da wollen wir hin:

Von A nach B fahren wir mit dem Auto. Dort laden wir Lisas ganzes Zeug in das (bis dahin eh schon volle) Auto und gucken uns Trondheim nochmal bei Tageslicht an. Im November war es dort doch eher ungemütlich. Dann fahren wir mit der MS Midnatsol auf der Hurtigrute von B nach D auf die Lofoten. Dabei überqueren wir den Polarkreis in der Höhe von C. Ob wir die Polartaufe mit Eiswasser an Bord mitmachen? Mal gucken. Von den Lofoten werden wir dann auf dem Landweg zurück nach A fahren und zack – sind wir schon wieder in Oslo. Naja, nicht ganz so zackig. Wir sind ja im Urlaub und nicht auf der Flucht. Drei wunderschöne, erlebnisreiche Wochen werden es werden. Und ihr könnt virtuell mitfahren.


Größere Kartenansicht

Und wie ich gerade erfahre, steht unser Zimmer in Trondheim schon bereit: