Sognefjord

Ein 4 Sterne Campingplatz mit besetzter Rezeption und Internet – was will man mehr. Sonne satt, Fjordblick und Internet inklusive.

Der idyllische Campingplatz am Geirangerfjord lag etwas abseits des Dörfchens  Geiranger. Zum Glück, denn an dem Tag hielt ein Kreuzfahrtschiff mit 1900 Passagieren dort, die den Ort überschwemmten. Glück oder Unglück für den Ort? Man weiß es nicht so genau. Die 400 dort lebenden Menschen leben natürlich zum Großteil von den riesigen Schiffen, sind aber sicher auch froh, wenn abends wieder Ruhe einkehrt. Wir haben den Tag sehr genossen und  natürlich auch den Fjord von oben bewundert.

Die Fahrt gestern durch das Sognefjell war unbeschreiblich. In 1400 Meter Höhe +10 Grad, strahlender Sonnenschein, Schneeberge und gespurte Loipen. Der Campingplatz dann eher ernüchternd, aber super Wetter und der erste Sonnenbrand. Heute Morgen wieder strahlender Sonnenschein und es wurde Zeit für den Wechsel der Winterreifen, wir hatten den Schnee ja jetzt hinter uns. Frühsport schon vor 9! Leider hatten wir auch nur einen Sommerreifen dabei… Mist.

Jetzt sitzen wir am Sognefjord, haben uns zwischen Auto und Zelt ein Schattendach gebaut und schon ein ganzes Buch gelesen. Urlaub eben.

Camping am Sognefjord

Hier macht Camping richtig Spaß. Bis 8 Uhr morgens steht das Zelt im Schatten und dann ist den ganzen Tag Sonnenschein. Wir haben heute eine Wanderung am Sognefjord entlang gemacht. Die ersten vier Kilometer waren hervorragend beschildert und gut begehbarer Waldboden. Danach ging es nur bergauf, sozusagen über Stock und Stein, und die Beschilderung war schlichtweg ungenügend. Die Aussichten über den Fjord waren toll, und wir sind auch mit heilen Knochen wieder auf dem Campingplatz angekommen – Dank guter Wanderschuhe.

Man sieht hier ganz erstaunliche Dinge. Deutsche Männer, die im Urlaub sind und daher immer oben ohne rumlaufen (leider nur die der Kategorie +100 und nicht die aus der Coca Cola Reklame). Deutsche Frauen, die sich beim Abwasch noch auf ein Gläschen im Vorzelt verabreden. Deutsche, die den Wohnwagen bei Abfahrt vom Campingplatz noch mit dem Schlauch abspritzen, damit sie sauber weiterfahren. Deutsche Kinder sind noch unauffällig… Ansonsten gibt es dieses seltsame Verhalten von Männern, die einen anderen Mann mit Angel sehen. Vollbremsung, aus dem Auto aussteigen und fragen: Und, schon was gefangen? Scheint so ein Urtrieb zu sein. Wir haben nix gefangen, haben auch niemanden nach seinem Fang befragt, sondern waren Einkaufen. Und haben den Supermarkt frustriert verlassen. Unglaublich, was hier 3-4x so teuer ist wie bei uns. Für die Norweger nix Besonderes, denn die verdienen entsprechend, aber die 24% Mehrwertsteuer merken wir schon. Zum Glück hatten wir doch Einiges schon mit, aber eben nicht genug. Morgen fahren wir langsam Richtung Oslo, denn am Montag geht es zurück.

Oslo

Gestern sind wir vormittags bis Oslo gefahren, da wir bei unserem Besuch 2011 wegen leichten Buchungsunklarheiten nur einen Tag hier hatten. Dieses Mal wollten wir mehr sehen. Wir haben also unser Zelt auf dem Bogstad Campingplatz 7 km vom Stadtzentrum aufgebaut (der Platz in Oslo macht erst am 1.6. auf) und wollten diesen halben Tag dann auch noch sinnvoll nutzen. Vom Zelt aus kann man bis zur Sprungschanze am Holmenkollen gucken, da können wir ja mal eben vorbeigehen. Das artete in einen Gewaltmarsch aus, denn es  geht gute 5 km steil bergauf. Und es war richtig heiß. Aber der Blick von oben und das Rumwandern auf dem Schanzengelände macht alles wieder gut. Haben auch mal auf dem Trockenen trainiert, der Simulator war leider schon zu.

Heute haben wir uns dann ein 24 Stunden-Ticket für Bus und Bahn gegönnt. Lohnt sich für uns nicht wirklich, denn wir sind wieder etliche Kilometer gelaufen. Angefangen bei der Festung, Aker Brygge und Hafen, Shopping in der Karl Johan Gata (haben es zumindest versucht), Nationalgalerie, Schloss und Vigelandpark. Einiges war wiederholt von 2011, aber daas macht ja nichts. Wir werden ja langsam auch dement. Jetzt sind wir total kaputt und haben morgen noch einen Bonustag.

 

Und da wir nicht alles von 2011 wiederholt haben, hier nochmal die Galerie von Oslo mit Lisa: