Tag 19: Monte Alban y mas

34 Grad im Schatten. Genau das richtige Wetter, um einen Ausflug nach Monte Alban zu machen – einen Ort, wo es garantiert keinen Schattenplatz gibt…

Monte Albán (span. weißer Berg) war die Hauptstadt und religiöses Zentrum der Zapoteken. Man vermutet erste Besiedlung schon im 8.Jh v. Chr. Das Gelände ist nicht so groß wie das von Teotihuacan (da waren wir ja vor 2 Jahren) und auch nicht so beeindruckend. Wichtige Funde von hier sind im Museum in Mexico City ausgestellt. Was man hier noch sehen kann, sind Monumente aus bearbeiteten Steinen, die sogenannten Danzantes (spanisch = Tanzende), die hauptsächlich nackte Männer in gekrümmten und verdrehten Posen zeigen, einige darunter genital verstümmelt.

Nach zwei Stunden in der Hitze entschieden wir uns, auch noch nach Mitla zu fahren. Mitla liegt auf der anderen Seite von Oaxaca. Archäologische Hinweise deuten darauf hin, dass Mitla bereits 500 v. Chr. besiedelt war, die ältesten Gebäude werden auf etwa 200 n. Chr. datiert. Die Gebäude sind völlig anders als die Pyramiden in Monte Alban und haben eingearbeitete Zackenbänder als Dekoration. Hier kann man auch zwei Grabkammern besichtigen, obwohl die Luft in der einen sehr zu wünschen lässt. Da keinerlei Belüftung da ist, setzt sich an den Wänden von den Ausdünstungen der Besucher überall schon der Schimmel ab.

Auf dem Rückweg haben wir noch eine 2000 Jahre alte Zypresse besucht – außer dem riesigen Baum gibt’s in dem Ort auch nichts zu sehen, das ganze Dorf lebt von dem Dasein der Zypresse.

Den Nachmittag verbringen wir jetzt am Hotelpool und bloggen.

Tag 18: Oaxaca

Haben heute die Tour durch die Berge auf uns genommen und sind ins Landesinnere nach Oaxaca gefahren. Die befürchteten 250 km auf Serpentinen die Berge hoch und runter waren auch nur halb so schlimm. Nach unserer Mittagspause auf 2750 m Höhe, hatten wir die Hälfte (und 2 Reisetabletten) hinter uns und kurz danach führte die Straße durchs Tal und war nahezu kurvenfrei. Die Mittagspause war aber nötig und wir stärkten uns mit einer Mahlzeit und dünner Luft. Da gibt es mitten in der Pampa ein Hotel, das Hütten vermietet. Und seltsamerweise haben die Hütten sogar warmes Wasser, das hatten wir seit einer Woche nicht.

Oaxaca ist für uns nach acht Tagen Strand mal wieder Großstadt. Und was für eine. Ganz anders als Mexico City oder auch Veracruz. Hier geht’s viel entspannter zu. Auch hier ist auf allen Plätzen Livemusik und Aufführungen – und doch so viel ruhiger. Liegt vielleicht auch dem wenigen Verkehr heute (oder an den vielen aufgerissenen und gesperrten Straßen). Gerade heute war hier die „Noche de Luces“. Auf einem Platz klassische Musik, auf dem anderen mexikanische Folklore und auf dem dritten tanzten irgendwelche Gruppen. Zudem Sonderveranstaltungen in Museen und Galerien. Auf dem Heimweg erlebten wir den Laternenumzug durch die Stadt, bei dem zwei riesige Puppen den Zug anführten.

Natürlich gibt es hier auch wieder mehr Straßenhändler, aber wir sind ja geübt: „No, gracias“. Wir haben uns bei den angebotenen Waren oft überlegt, wem wir das mitbringen könnten – seid froh, dass ihr verschont bleibt.

Tag 17: Letzter Strandtag

Haben unseren letzten Tag in Puerto Angel komplett am Strand verbracht. Bis zum nächsten Badeurlaub wird’s eine ganze Weile dauern, da ja erstmal Norwegen ansteht. Und da ist es sicher nicht so warm (das Wasser keinesfalls).

Ansonsten ist nix passiert. Wir haben beim Frühstück zum x-ten Male probiert, den Hotelpapagei beim Sprechen zu filmen, aber irgendwie will er sich vor der Kamera nicht so wirklich äußern. Er spricht mehrere Sprachen, singt Lieder, unterhält sich mit dem Nachbarpapagei, ahmt Kindergeschrei nach. Heute fing er an zu bellen und wurde samt Käfig nach draußen verbannt.

Hier ein kurzer Clip – mit besonderem Gruß an Lisa: