Cancún

Cancún ist eigentlich erst in den 1970er Jahren entstanden, um neben Acapulco eine zweite Touristenhochburg zu schaffen. Das ist gelungen. An dem 20 km langen Streifen der Zona Hotelera reiht sich ein Luxushotel ans andere. Feinsandiger Privatstrand am türkisblauen Wasser auf der einen Seite, etwas Las-Vegas-Feeling auf der anderen Seite. Für die,die nicht mal eben 400 Dollar die Nacht zahlen möchten, gibt es natürlich auch Hotels. Die liegen halt nicht am Meer, sondern an der Lagune. So muss man etwas laufen, bis man an einen der öffentlichen Strände kommt oder Bus fahren. Dafür entgehen uns natürlich auch die Amis, die morgens schon Tequila-lastig eine Bootstour  mit Animation unternehmen. Wir sahen das Boot nur vorbeifahren. Ein nackter Mann schwenkte an Deck die Fahne und gerade sollte eine Busenwahl stattfinden. Und das um 11 Uhr morgens…
Die Stadt Cancún hat wegen ihres Alters auch keine schönen alten Kirchen und Gebäude, auch keinen Zocalo. Vom Architekten am Reißbrett geplant und erfüllt seinen Zweck. Wir machen das Beste draus und genießen das Meer.
Wir zeigen Euch heute das Beste von Cancún in Bildern :-)

Valladolid

Die Stadt ist nicht nur idealer Ausgangspunkt für den Besuch der umliegenden Mayastätten, sondern bietet auch selbst einige Sehenswürdigkeiten. Wir besichtigten den Convento de San Bernardino de Siena jetzt auch mal von innen. Im Garten des Klosters ist ein Cenote. Von oben wie ein ummauertes Loch aussehend, sieht man auf Bildern im Museum, dass es sich um einen riesigen unterirdischen See handelt. Der Garten des Klosters ist einfach traumhaft schön und bei der Hitze lässt es sich dort gut aushalten.
Das Casa de los Venados ist ein Privathaus, in dem ein amerikanisches Ehepaar mexikanische Kunst zusammengetragen hat. Jeweils morgens um 10 Uhr gibt es eine öffentliche Führung durch die Privaträume. Die Stadtvilla im spanischen Kolonialstil wurde aufwändig restauriert und sowohl die privaten Räume als auch die fünf Gästeappartments sind voll mit Kunst aus allen Teilen Mexikos. Hier verstaubt nichts in einem Museum, sondern hier wird mit der Kunst gelebt. Auf hohem Niveau, besonders die Outdoorduschen der Gästewohnungen fanden wir klasse. Und das Esszimmer würden wir auch nehmen. Ach und den Pool natürlich auch. Die Spenden am Ausgang für die gut einstündige Führung werden komplett für soziale Zwecke verwendet.
Einen öffentlichen Cenote gibt es auch. Zaci, nach der alten Mayastadt benannt, auf der Valladolid gebaut wurde.
Und die Kathedrale sehen wir sogar von unserem Badezimmerfenster aus.
Morgen beginnt dann der Badeurlaub-Teil. Próximo salida Cancún :-)

Ek Balam

30 Kilometer nördlich von Valladolid liegt Ek Balam, eine Mayastätte, die wir schon 2008 besucht haben. Für Altleser unseres Blogs: da hat Olli das Radiointerview gegeben…
Ek Balam wurde erst ab 1997 ausgegraben, restauriert und touristisch erschlossen. Beim letzten Besuch gab es noch kein Besucherzentrum und sowas, aber inzwischen ist alles vorhanden. Wie auch die fachkundigen Führer, von denen wir heute einen genutzt haben.
Das größte Bauwerk ist die so genannte Akropolis, der Regierungspalast. Über sechs Etagen verteilen sich mindestens 72 Räume. In der Mitte die Haupttreppe, die bis zum obersten Rand führt, zum Wohnsitz des Herrschers. Nebentreppen führen zu den Wohnungen der Kinder und Untergebenen.
Die komplette Fassade war mit Stuck verziert. Wenn man sich vorstellt, wie die Pyramiden mal ausgesehen haben… Leider wird in den Jahrhunderten dann alles abgewaschen. Manches ist auch nur so gut zu restaurieren, weil es mit Erde bedeckt und verschüttet war. Am besten erhalten ist im vierten Stock das Höllentor mit plastischen Figuren und Reißzähnen. Wir waren völlig begeistert und unser Führer hat uns viel erklärt und konnte die Mayasprache auch lesen und für uns übersetzen.
Nach dem Rundgang bei schwülheißen Temperaturen haben wir uns im Cenote X’Canché erfrischt. Cenote sind Einbrüche im Kalkstein, in deren Löchern sich dann das Wasser sammelt. Auf Yucatan gibt es sehr viele davon und alle sind unterschiedlich. Manch einer ist nach oben fast zu und eher wie eine Höhle, X’Canché ist nach oben fast komplett offen.