Llano Grande

Pueblos Mancomunados ist die Gemeinschaft mehrerer Bergdörfer 60 km von Oaxaca entfernt. Zusammen entwickelten sie ein Programm, um den Tourismus für die Gegend zu entwickeln und zu nutzen. Von dem Büro in Oaxaca aus kann man ein für sich maßgeschneidertes Paket buchen. Unterkunft, Mahlzeiten und Führer inklusive. Die Zentrale rechnet dann alles mit den Dörfern ab. Den Transfer haben wir auch gleich mitgebucht, denn mit den öffentlichen Verkehrsmittel und viel Gepäck reisen, das ist hier nicht so der Hit.
In jedem Dorf sind Hütten gebaut worden, deren Komfort uns angenehm überrascht hat. Nagelneues Bad ist auch da. Warmes Wasser gibt es natürlich nicht den ganzen Tag und nachts wird es hier in den Bergen schon richtig kalt. Aber dafür wird uns nach dem Abendessen der Kamin angefeuert. Im örtlichen Comedor, hier im Ort gibt es drei, haben wir eben total lecker gegessen. Vorne im Haus ist ein kleiner Laden, dahinter die Küche und im angrenzenden Raum dann das Wohnzimmer der Familie. Mit mehreren großen Tischen für Essensgäste vor dem weihnachtlich geschmückten Kamin.
Erste Wanderung war heute eine Tour oberhalb des Dorfes. Vier Stunden in 3200 m Höhe nach zwei Tagen im Bett waren schon anstrengend. Interessant ist hier die Mischung aus Pinienwald und riesigen Agaven, deren Blüten zum Teil über drei Meter hoch sind.
Morgen geht‘s dann nach Cuajimoloyas. Wir sind gespannt.

Wieder fit

Naja, noch nicht ganz. Den Tag etwas wackelig auf den Beinen begonnen, aber mit vielen Pausen und einem unermüdlichen Pfleger (“ Du musst trinken, ich koch Dir noch einen Tee“) ging es stündlich besser. Mit diesem Tag, an dem eigentlich nichts passiert ist, melden wir uns jetzt für eine Woche ab. Auf der Wanderung durch die Bergdörfer gibt es kein Internet und auch Mobilfunk funktioniert nicht überall. Also freut Euch auf den 10. Januar, da gibt es dann die geballte Ladung Berichte. Wer etwas spanisch versteht, findet hier unsere Tour, wie sie bei sierranorte im Programm steht: hier

Alles super organisiert. Und Hütten mit Kamin :-)

Jahreswechsel

Silvester ist bekanntlich eh nicht unser Ding, und das Jetlag wirkt noch leicht nach. Deswegen haben wir nach dem nachmittäglichen Besuch der Kirche “ Templo de Santo Domingo“ und des beeindruckenden regionalen Kulturmuseums im benachbarten Kloster beschlossen, ein frühes Abendessen einzunehmen und die Böller lieber vom Bett aus zu hören. Leider war die Restaurantwahl am Zocalo von Oaxaca wohl die falsche und an Annes „Arranchera“-Steak etwas nicht so, wie es sein sollte. So begann für uns das Neue Jahr mit „Montezumas Rache“. An Neujahr treten wir deswegen etwas kürzer und verbringen den Tag im Bett, um für die Sieben-Tage-Wanderung ab übermorgen wieder fit zu sein. Weshalb es keine Bilder von uns vom ersten Tag des Jahres 2016 geben wird. Nur so viel Dokumentation: Annes Fitness-Armband-App zählt heute nur die Schritte vom Bett zum stillen Örtchen: 304 waren es von Mitternacht bis zwölf Uhr mittags.