Guatemala

An manchen Tagen klappt auch wirklich alles. 10 Minuten nach Ankunft des Wassertaxis konnten wir direkt weiter Richtung Tikal fahren. Diesmal war es auch kein älteres Busmodell, sondern ein kleiner Toyotabus mit Klimaanlage. Mit neun Passagieren ging es nach zwei Stunden Fahrt über die Grenze nach Guatemala. Bis auf den mitfahrenden Serben wussten auch alle, dass man beim Verlassen Belizes 37,50 Belizedollar bezahlen muss. Da er bar nur Euro hatte, hielten wir extra noch unterwegs an einem Geldautomaten. Nach Ausreise und Einreise (schon ganz schön viele Stempel im Reisepass) ließen wir uns nach 1,5 stündiger Fahrt an der Straßenecke aussetzen, weil der Bus nach Flores weiterfuhr, wir aber in El Remate übernachten wollten. Zwei Kilometer Fußweg. Das ausgesuchte Hotel hatte sogar Zimmer frei und so sitzen wir hier jetzt in unserem Haus am See, lassen uns von den Mücken zerstechen und fahren morgen um 5.30 Uhr nach Tikal. Wird mal wieder Zeit für alte Steine.

Tikal

Heute haben wir den Tag in Tikal verbracht. Abfahrt 5.30 Uhr am Hotel und um kurz vor sechs waren wir mit bei den Ersten am Haupteingang zu der Anlage. Die Fahrt war schon komisch, da man immer wieder liest, dass auf dieser Strecke die Touristenbusse von Banden überfallen werden. Aber die Polizei fuhr die Strecke auch ab.

Tikal ist eine der bedeutendsten Mayastätten und die Anlage ist gigantisch. Nach Durchfahren des Hauptportals waren es noch 17 km bis zum Eingang zum zentralen Bereich, auf dem sich über 3000 Bauten befinden sollen. Will und kann man nicht alles sehen. Nur ein Bruchteil ist freigelegt und davon wieder nur ein Teil restauriert. Das macht auch den Charme der Anlage aus. Viele Tempel sind auf einer Seite freigelegt, ein Teil davon restauriert und der Rest geht im Urwald unter. Wir sind gleich morgens auf Templo IV geklettert, aber durch den Nebel haben wir nix gesehen. Da der Ausblick aber so schön sein soll, sind wir um 11 Uhr nochmal hoch. Und da hatten wir dann den Überblick.

Außer am Templo IV, der der höchste und am meisten besuchte Tempel ist, war es überall total leer und die meiste Zeit waren wir ziemlich alleine unterwegs. An manche Ecken kommen deutlich weniger Touristen und da sind dann auch mehr Urwaldbewohner. Vor denen wird auch gewarnt, die sie angeblich den Leuten auf den Kopf kacken. Die Brüllaffen waren aus weiter Ferne zu hören, die Spider-Monkeys sind neugieriger und verfolgen einen zum Teil in den Baumwipfeln. Für einen kleinen Eindruck hier zwei Videos, eins zum Hören und eins zum Sehen. Nach dem Tikal-Besuch sind wir total kaputt, denn bei 33 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit freut man sich auf eine kühle Dusche und einen klimatisierten Raum. Und das Casa de Don David in El Remate bietet uns das jetzt .

Tikal – Chetumal

Haben heute Guatemala schon wieder verlassen. Natürlich hätten wir gerne mehr in Guatemala gesehen, aber wir haben eigentlich keine Lust mehr auf schlechte Busse auf schlechten Straßen.

Und wir sind halt keine 20 mehr. Aber besser organisiert als die 20-Jährigen. Heute musste unser Bus an der Grenze Guatemala-Belize zwei Stunden auf sechs Brasilianer warten. Sie wussten zwar, dass sie ein Visum brauchen, aber warum soll man das vorher organisieren? An der Grenze geht doch auch. Es müssen halt 25 Mitfahrer etwaslänger auf uns warten…

Jetzt übernachten wir in Chetumal und sehen morgen weiter.