Boca de Puma

Nachdem wir unsere Wäsche in die Lavanderia gebracht haben (morgen tragen wir auf den Fotos wieder saubere Wäsche), trieb der heutige Tag uns ins Maul des Pumas. Schon in 2008 haben wir in der Gegend von Tulum einige Cenotes besucht, aber dieser hier ist bedeutend kleiner. Zumindest was die Kopffreiheit angeht. Für Klaustrophobiker nur bedingt beschwimmbar.

Cenotes entstehen durch Auflösung des Kalksteins und sind mit Süßwasser gefüllt. Durch Einbrüche entstehen die Öffnungen nach oben, die die Maya als Brunnen nutzten, aber auch als Eingänge zur Unterwelt sahen und als Opferstätten nutzten. Auf Yucatan gibt es ein gigantisches Unterwasserhöhlensystem. Viele Cenotes können auch von Schwimmern und Schnorchlern genutzt werden, der Großteil geht nur mit Taucherausrüstung.

Einen Teil des Cenote haben wir für Euch mit Kamera durchschwommen:

Cancún

Bis jetzt haben wir es bei allen Mexikoreisen vermieden, nach Cancún zu fahren. Bis 1969 recht dünn besiedeltes Gebiet, entstand hier am Reißbrett ein Touristenziel erster Güte. Der internationale Flughafen tat sein Übriges. Heute befinden sich in der rund 25 Kilometer langen Hotelzone Zona Hotelera am vorgelagerten feinsandigen Strand Hotels aller Kategorien und Größen. Vorwiegend für Pauschal- und vor allen Dingen All-inclusive-Urlauber. An einigen wenigen Stellen sind Durchgänge zu öffentlichen Strandabschnitten, die dann natürlich auch nicht gereinigt und bewirtet werden.
Heute sind wir die gesamte Zona Hotelera abgefahren, haben in einer Strandbar mit furchtbar lauter Musik einen viel zu teuren Kaffee getrunken und uns dann dem Strand gewidmet.
Und der Strand ist phänomenal. Tosita hat ja immer den Kopf geschüttelt, wenn wir von Strandurlauben erzählten. Cancún, das ist ihrer Meinung nach Strand. Und so ist es auch. Wirklich toll, aber das Drumherum ist halt nicht so was für uns. Aber wir wohnen ja in Puerto Morelos sehr schön und fahren in den verbliebenen Tagen diese 20 km zu dem Superstrand sicher nochmal.

Playa y Peluqueria

Ein Samstag in Mexiko. Die Mexikaner fahren mit Kind, Kegel und Kühltasche an den Strand. Familie und Essen – das Wichtigste. Und immer die ganze Familie. Tanten, Onkel, Großmütter und sämtliche anverwandten Kinder. Wer dran denkt, packt noch den Sonnenschirm ein. Der ist besonders nach frischen Haarschnitten nötig, denn die mexikanischen Friseure nehmen es ganz genau mit dem Ausrasieren. So haben wir den Samstag bis jetzt verbracht. Und mexikanisches Sushi haben wir auch getestet: Ceviche – gibt’s hier in jedem Restaurant und jeder Kneipe. Schmeckt wie Rollmopssalat.

Heute Abend gucken wir dann mal beim Musikfestival, das gestern wegen Gewitter ausgefallen ist. Am Donnerstag wurde es mit  einem Lied von Linkin Park eröffnet. Von einer etwa 12-Jährigen auf dem Klavier vorgetragen… Ansonsten viel Maya-Musik und Folklore. Eigentlich ist es ein Treffen der örtlichen Kunsthandwerker, die ihre Sachen an den Mann bringen wollen. In diesem Fall ist der „Mann“ eher US-Bürger, weiblich und zwischen 50 und 60. Und zahlt natürlich wie selbstverständlich in Dollar.