Tag 12: alle Dörfer

Unsere Socken qualmen. Wir sind heute zu allen fünf Cinque Terre-Dörfern gewandert. Waren nur zirka 15 Kilometer, dafür aber immer hoch und runter. Leider haben wir verpasst, die Stufen zu zählen. Zwischen einigen Dörfern sind die Strecken sehr einfach, haben aber dennoch schöne Ausblicke. Die Abschnitte zwischen Monterosso und Vernazza und Vernazza und Corniglia bekommen von uns ein „HC“ – ist ja gerade Tour de France. Der „Via dell‘ Amore“ zwischen Manarola und Riomaggiore ist der einfachste, damit man vor dem Heiratsantrag nicht ins Schwitzen kommt; aber das hat sich ja bei uns erledigt. Die meisten machen immer nur ein, zwei Dörfchen pro Tag, was bei 35 Grad ratsam ist, aber soviel Zeit hatten wir nicht. Schließlich kann etwas Extremsport nicht schaden. Und wir sahen sogar einige ganz sportliche Amis, die den Weg gejoggt sind und trotz Rucksack mit integriertem Trinksystem im nächsten Ort erstmal ein Corona zischten. Wir haben das Bier auf später verschoben.
Gestern Abend waren wir übrigens ganz toll essen, im Fischrestaurant (mal nicht Pizza) hoch oben über dem Dorf und mit Blick aufs Meer rechts und links. Siehe Beweisbilder.

Tag 11: Cinque Terre

Mit Bus und zwei Zügen sind wir heute die 58 Kilometer nach Vernazza (Cinque Terre) gefahren. Hier ist es erholsam: keine Bagni, kein (motorisierter) Verkehr, freie Sicht aufs Meer, Klippen, Gischt, steile Gässchen usw. Verständigung ist auch kein Problem, weil Cinque Terre als Top-Destination in allen Ami-Reiseführern steht. Der Ort wird hauptsächlich von Tagestouristen bevölkert, so dass es am Abend schön ruhig wird. Jedenfalls: Reichlich Kontrast zum Rest der toskanischen Küste, die wir in den vergangenen Tagen erlebt haben. Zwischen den fünf Cinque-Terre-Dörfern gibt es viele Wanderwege durch die Klippen, morgen machen wir uns auf die Socken.

Tag 10: Noch am Meer

Was wir heute gemacht haben, interessiert garantiert niemanden. Aber da sich hier jeden Tag Leute einfinden, die was von uns lesen wollen, kommt hier der heutige Bericht:
Wieder fünf Stunden unterm Schirm gelegen, wieder leckere hausgemachte Pizza gegessen, wieder zur netten Bar (Café, Restaurant, Eisdiele) gelaufen, um ins Internet zu können. Mussten schon vormittags zum Kaffee dort einlaufen, weil wir morgen nach Cinque Terre fahren wollen und noch eine Unterkunft brauchten. Mein Gott, was würden wir ohne Internet machen. Im Prospekt von Cinque Terre gibt es nur in zwei von den fünf Dörfern überhaupt Unterkünfte. Und in die beiden wollten wir eben nicht. Aber Dank der netten Bar (Café,…) konnten wir was für Mittwoch und Donnerstag buchen. Und dann gibt es auch wieder ein paar nette Fotos für unsere Leserschaft. Und wir können mal wieder ohne Bagno aufs Meer gucken. Diese aneinander gereihten Badeanstalten versperren einem nämlich immer den Blick und werben auch mit „Terrasse mit Meerblick“. Den Meerblick haben wir ab morgen wieder ¬ Strand dafür weniger, aber unsere sonnen- (eigentlich schattengeschädigte) Haut wird es uns danken.