Verlosung

Als Erinnerung:

Wir werden unter allen, die unsere Beiträge kommentiert haben, argentinische Mitbringsel verlosen. Unser Urlaub ist Samstagmorgen um 11.20 Uhr mit der Landung in Frankfurt vorbei. Alle bis dahin abgegebenen Kommentare kommen in den Lostopf –  wir haben aber entschieden, dass jeder nur eine Chance bekommt.

Unser Beitrag von heute kommt dann später, jetzt nur diese Erinnerung.

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Spreewald ohne Gurken

35 Kilometer von Buenos Aires entfernt liegt das Delta el Tigre. Bequem mit dem Zug zu erreichen. Langsam zu erreichen, denn der Zug braucht für die Strecke fast eine Stunde. In Tigre angekommen liegen direkt in der Nähe vom Bahnhof am Flussufer die ganzen Boote. Man kann zwar auch eine Touristen-Rundfahrt buchen, aber wir sind einfach mit dem Busboot zum Ort Tres Bocas gefahren. Auf den großen Flussarmen im Tigre Delta fahren die Linienboote, auf den kleineren dann nur die privaten Boote. Man kann auch Kanus mieten, aber heute an einem Mittwoch ist das Freizeitangebot hier eher gering. Ansonsten hat man wirklich das Gefühl, im Spreewald zu sein. Ein Spaziergang am Flussufer entlang, vorbei an kleinen Häuschen, die nur auf dem Wasserweg zu erreichen sind. Einige halb verfallen, andere super gepflegt mit Pool und frisch gemähtem Rasen.

Auf dem Wasser wartet man dauernd drauf, dass der Kapitän ans Ufer fährt und einen auf Krokodile aufmerksam macht. Man würde sie in dem braunen Wasser, das diese Farbe angeblich wegen des Eisens hat, auch nicht erkennen. Aber zum Glück gibt’s hier keine. Man hat aber das Gefühl, im Amazonas unterwegs zu sein. Die Rückfahrt von Tres Bocas gestaltete sich dann etwas schwieriger. Es war Schulschluss und die ganzen Boote waren als Schulboote unterwegs. Das hieß dann eineinhalb Stunden warten…

Zurück in Buenos Aires liefen wir durch die Stadt, entdeckten den Irish Pub des Ortes und gehen jetzt in ein schönes Restaurant.

Nachtrag: Restaurant war super. In Argentinien gibt es wirklich die weltbesten Steaks! Da darf man als Grillmeister auch stolz drauf sein.

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Mit Papa Francisco nach Buenos Aires

Heute sind wir mit dem Schnellboot nach Buenos Aires gefahren. In zwei Stunden und 15 Minuten über den Rio de la Plata. Bequem von der Reisedauer, aber dreckige Fenster, dass man kaum rausgucken konnte. Beim Einsteigen bekommt jeder Überzieher für die Schuhe, damit der gute Teppichboden nicht beschmutzt wird. Es ist streng getrennt nach Touristen- und Business-Class, in jedem Bereich gibt es einen kleinen Kiosk für Snacks und Getränke. Natürlich gibt es auch einen Duty-free-Shop, schließlich startet man in Uruguay und landet in Argentinien. Nach einer Stunde Fahrt waren die Fenster sauber, es regnete. Und es wurde stürmisch. Das war dann auch das Ereignis auf der Fahrt, der Seegang. Empfehlenswert ist diese Variante mit Buquebus wegen der Reisedauer, das war’s aber auch. Keine Empfehlung für den Papst.

Zurück in Buenos Aires, wo unsere Reise vor dreieinhalb Wochen begann. Es regnet.

Francisco
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Museo Andes 1972

In der Altstadt von Montevideo ist das Museum zu dem Flugzeugabsturz von 1972. Als Einführung wird ein 15-minütiger Film gezeigt, der die Geschehnisse zusammenfasst. Viele Fotos erklären den Absturz, den Ort der Katastrophe und den Ablauf der Suche bzw. den Kampf ums Überleben. Auf einer Zeittafel stehen die Ereignisse von jedem Tag. Faszinierend, wie diese Gruppe erst auf Rettung wartete, sich aber dann organisierte, um in der Kälte zu überleben. Wasser musste gewonnen werden, aus den Bezügen der Flugzeugsitze wurde Kleidung zum Schutz vor der Kälte genäht und Sonnenbrillen gebastelt. Es wurden Geburtstage gefeiert und immer wieder musste man Abschied nehmen, wenn weitere Freunde verstarben. Es wurden Gruppen gebildet, die Expeditionen starteten, um Hilfe zu holen.

Es gibt viele Sachen ausgestellt, die später an der Absturzstelle gefunden oder von den Überlebenden zur Verfügung gestellt wurden. Es gibt einige Briefe zu lesen, die Verunglückte während der Zeit in 4000 m Höhe an ihre Familie geschrieben haben.

Der Museumsleiter, der perfekt deutsch spricht, hat uns viele Details erklärt. Dieser Flugzeugabsturz und das Überleben dieser kleinen Gruppe nach 72 Tagen in Eis und Schnee macht auch heute noch vielen Menschen Mut, niemals aufzugeben. Never give up.

In der Geschichte des Unglücks taucht immer wieder die Zahl 13 auf. An einem 13. abgestürzt, Flugnummer 571 gibt die Quersumme 13. Im Museum ist eine Tafel, auf der die vielen Besonderheiten mit der Zahl 13 aufgeführt sind. Beim Eintrag ins Gästebuch fiel uns beim Datum dann auf: 10.12.18=13

Danach machten wir noch einen Rundgang durch die Stadt, heute war dann auch mehr los und die Geschäfte hatten auf. Der Markt am Hafen, der überall zum Mittagessen empfohlen wird, ist eigentlich kein richtiger Markt. In der Markthalle ist ein Restaurant am anderen und auf riesigen Feuerstellen werden Fleischberge gegrillt. Wir zogen dann ein Restaurant außerhalb des Marktes vor und aßen Fisch.

Montevideo Museo Andes 1972
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Montevideo

Schon aus der Luft konnten wir gestern sehen, dass in Montevideo sehr viel Grün ist. In den Straßen stehen viele Bäume und spenden den nötigen Schatten. Hier ist es wieder viel wärmer als in Chile und morgens um 5 Uhr ist es schon hell. Das stört die feiernden Nachteulen nicht, die haben die gestrige Vorkarnevalsfeier bis 7 Uhr durchgezogen. Musizierende, maskierte, trommelnde Gruppen waren auf Wagen durch die Innenstadt unterwegs. Da wundert es nicht, dass hier heute vor 11 Uhr kaum jemand auf der Straße war. Selbst der Hafenmarkt macht erst um 10 Uhr auf.

So sind wir nach einem Rundgang dann in ein Taxi gestiegen und haben einen Ausflug an den Strand Playa Pocitos gemacht, aber es fehlte uns dort eine nette Strandbar. Für uns selbstverständlich und sonst scheint es niemand zu vermissen. Und es gibt tatsächlich noch Leute, die sich in die knallende Sonne legen und brutzeln. Die anderen sitzen an der Promenade, haben ihre Thermoskanne mit heißem Wasser dabei und zelebrieren ihren Mate-Tee. So hat halt jedes Völkchen seine Eigenheiten. In Chile zum Beispiel werden die Brötchen gewogen, sind ja auch unterschiedlich groß. Muss man ja wissen. Mit der Währung ist es auch schwierig, leider haben alle drei von uns bereisten Länder als Währung Pesos. Wir werden mit der Umrechnerei fast verrückt. Wieviel ist das jetzt? Waren jetzt 40 ein Euro oder 28? Ein Hoch auf die Kreditkarte.

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Uruguay

Nachdem wir letzten Montag die Anden per Bus überquert haben, sind wir heute nochmal drüber geflogen.

Von dem ganzen Chaos wegen der Maria Empfängnis Wallfahrt war heute in Santiago nichts mehr zu spüren. Es ist Feiertag, die Geschäfte hatten zu und es war heute nach dem Frühstück recht angenehm, durch die Stadt zu laufen. Natürlich rüsteten sich alle mobilen Verkäufer für die große Veranstaltung am Plaza de Armas, aber wir waren mittags dann schon fort.

Am Flughafen merkte man schon, dass jetzt die Urlaubssaison beginnt. Auch unser Flieger war bis auf den letzten Platz ausgebucht. Knapp zwei Stunden dauerte der Flug, und trotz Bewölkung konnten wir toll auf die Anden blicken. Man denkt doch dauernd an den Flugzeugabsturz von 1972, als 16 Uruguayer in den Anden nur überlebten, weil sie andere Flugzeuginsassen gegessen haben. Der Film war klasse, und vielleicht gucken wir uns hier auch noch das Museum dazu an.

Hier am Flughafen Montevideo ist die Immigration voll automatisiert. Pass auflegen, Flugnummer auswählen, Foto und fertig. Dann ging es mit dem Bus ins Zentrum, mit dem Taxi ins Hotel und zu Fuß in ein Restaurant. Pünktlich zum Sonnenuntergang Blick aufs Meer, Essen und ein Getränk. Was will man mehr? Morgen dann mehr.

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