Burgau

Eigentlich wollten wir nach den letzten Tagen heute einen Ruhetag einlegen. Die Wettervorhersage für heute war aber besser als die für morgen, also zogen wir doch die Wanderschuhe an. Ziel war eigentlich Salema, 6,5 km entfernt. Bergauf und bergab, immer oben auf den Klippen entlang… Nach etwas über 4 km war die Luft raus, die Füße schmerzten und eine dicke Blase am kleinen Zeh meldete sich zu Wort. Also sind wir nach dem Erreichen der alten Festung rumgedreht und nach Burgau zurück. Man kann nicht alles sehen.

Also machen wir nach den heutigen 10 km morgen einen Ruhetag und hängen etwas ab. Ein paar Fotos gibt’s natürlich trotzdem.

 

Etappe 7

Wir haben das Kap erreicht. Nach 14,7 km sind wir am Cabo de São Vicentes angekommen. Wie an den anderen Tagen hatten wir einen wunderschönen sonnigen Tag, ganz tolle Küstenabschnitte und herrliche Aussichten. Die ersten 7 km war der Weg sehr einfach zu laufen, die letzten 3 km ging es über felsige Wege. Da muss man schon aufpassen, sich am letzten Tag nicht noch einen Fuß zu verstauchen. Am Ende des Weges erwartete uns die letzte Bratwurst vor Amerika und eine riesige Menge an Touristen. Alle wollen zum südwestlichsten Punkt Europas.

Jetzt trinken wir die letzte Cola vor Amerika und warten auf den Bus, der uns nach Burgau bringt. Dort bleiben wir dann drei Tage und wandern von dort aus. Denn die Wettervorhersage ist nicht ganz so berauschend, da lässt es sicher eher in einem kleinen Appartement als in einem Hotelzimmer aushalten. Wir werden sehen. Morgen ruhen wir erstmal aus und es gibt eine kleine Zusammenfassung unserer Wanderung.

Etappe 6

Eigentlich wollten wir ja von Porto Covo komplett bis zum Kap laufen, aber die Zeit geht uns aus und ab übermorgen soll es regnen. Also haben wir heute einen Abschnitt ausgelassen, damit wir morgen noch bei Sonnenschein zum Cabo de São Vicente wandern können.

Um 8 Uhr ging unser Privattaxi nach Carrapateira, von wo wir dann um 8.30 Uhr starteten. Die ersten drei Stunden freuten wir uns über den abwechslungsreichen Weg. Laut Wanderführer hätten wir vier Mal einen Fluss überqueren müssen, aber das Flussbett war total ausgetrocknet, und die Brücken wirkten etwas seltsam in der Landschaft. Für die Frühstückspause war es aber praktisch.

Mittagspause machten wir dann in einem kleinen Dorf. Eigentlich sollte es erst ab 12.30 Uhr Essen geben, aber als wir sagten, so lange hätten wir keine Zeit, bekamen wir doch was…

Inzwischen war es total heiß, es gab kein Wölkchen am Himmel, keinen Schatten, aber dafür Anstiege mit 25-30% Steigung. Die letzten fünf Kilometer waren total anstrengend, wir strebten jedem kleinsten Schatten entgegen und jetzt taten auch die Füße weh. Nach 23 Kilometern und 7,5 Stunden erreichten wir dann Vila do Bispo. Morgen sind es dann nur noch vier Stunden bis zum Kap, das schaffen wir jetzt auch noch. Und dann geht’s auch wieder ans Meer.