Etappe 5

Die Basisroute des Fischerwegs haben wir ja gestern beendet. Heute sind wir von Odeceixe nach Aljezur gelaufen. Eine Etappe auf dem historischen Weg der Rota Vicentina. Langweilig durchs Landesinnere? Naja, wir machten es aufregend. Nach dem steilen Anstieg zur Windmühle im Ort und 4 km in Richtung Aljezur erhielten wir von unseren Vermietern in Odeceixe die Nachricht, dass wir unser Tablet im  Zimmer vergessen haben. Na großartig. Vier km zurück und dann wieder vier km bis hierher, acht Zusatzkilometer auf einer Etappe von über 20… Das ging ja gut los. Aber unser netter Vermieter hat uns dann ein Stück im Auto mitgennommen, so waren es im Endeffekt nur zwei zusätzliche Kilometer. Glück im Unglück. 

So ging es dann heute durchs  Hinterland, ein Stück an einem Kanal entlang, bis zur Mittagspause in Rogil. Lisas Hut, den sie dort im Februar verloren hatte, haben wir nicht gefunden, aber ganz hervorragenden Kuchen gegessen. Ansonsten war der Weg ziemlich unspektakulär und oft auf Asphalt. Die Sonne brannte, aber in Aljezur wartete ein kühles Getränk. Das haben wir jetzt auch nötig.

Fischerweg Etappe 4

Die heutige Etappe ging von Zambujeira nach Odeceixe und war 21 km lang. Wir hatten wieder ganz tolle Aussichten, sehr steile Auf- und Abstiege über Felsen und Geröll und natürlich einige Kilometer durch hohen Sand. Einige Wanderer scheinen sich über die Etappen nicht so gut zu informieren oder überschätzen ihre Fähigkeiten. Am schwierigsten Abstieg zum Hafen von Azenha do Mar hing eine Vierergruppe britische Ü80-Wanderer am Abhang fest, weil eine Frau nicht den Hügel runterkam. Da nützen auch die besten Schuhe und Wanderstöcke nichts. Vom Gehen her war heute die schwierigste Etappe, denn es gab schon einige knifflige Stellen. Aber nach 7 Stunden haben wir dann Odeceixe erreicht und freuen uns jetzt auf ein reichhaltiges Abendessen. Das Mittagessen ist heute ausgefallen, weil wir das Restaurant in Azenha 45 Minuten vor Öffnung erreicht haben, denn Essen gab es erst ab 12. Also man muss immer eine Notration dabei haben, und zwei Liter Wasser pro Person sind auch Minimum. Also ganz schön viel zu schleppen. Aber zum Glück haben wir ja an unseren Klamotten gespart.

Ruhetag

Nach drei Etappen und insgesamt 66 Kilometern legen wir heute einen Ruhetag ein. In Zambujeira do Mar geht das auch ganz gut. Einfacher Zugang zum Strand, nette Cafés und Restaurants und ein schönes Zimmer. Die Füße freuen sich und wir haben heute Morgen schon festgestellt, wie toll das Laufen ohne schweren Rucksack ist. 

 

Aber morgen geht’s dann weiter auf dem Fischerweg.