Porto – Labruge

Um 7.10 Uhr sind wir an der Kathedrale in Porto auf unsere erste Etappe des portugiesischen Jakobswegs gestartet. Zunächst hat es leicht genieselt, aber Regenüberzug für die Rucksäcke und Regenjacken waren ausreichend. Die Regenponchos kamen nicht zum Einsatz. Später war es nur noch furchtbar schwül und bedeckt. Zum Glück war es bedeckt, denn Schatten wäre kaum vorhanden gewesen.

So trotteten wir die ersten 5 Kilometer entlang des Douro, bis wir dann ans Meer kamen. Weitere 10 Kilometer ging es über asphaltierte Wege und an Straßen entlang. Viele Pilger sparen sich dieses erste Stück und fahren mit der Metro aus dem Zentrum Portos oder vom Flughafen aus direkt bis zur Haltestelle Mercado und starten ihren Weg dort. Wir wollen natürlich alles laufen, beim Mercado haben wir dann eine Kaffeepause eingelegt. 

Da wir erst um 16 Uhr in unser reserviertes Zimmer in Labruge konnten, ließen wir es langsam angehen und machten noch eine längere Mittagspause in einer Bar am Meer.

Jetzt sind unsere Füße nach 26 km ziemlich platt, aber zur Not wäre heute auch mehr gegangen. Es gab keine Höhenmeter zu bewältigen und es war auch nicht zu heiß. Es waren zwar noch andere Pilger unterwegs, aber nicht so viele wie erwartet. Da merkt man, dass die Ferien fast überall zu Ende sind. Vielleicht ließen sich auch einige durch schlechte Wettervorhersage abschrecken, denn für heute und die nächsten Tage war eigentlich Dauerregen angesagt. Und ein Hurrikan soll die Tage hier noch ankommen. Wir werden es sehen und hier berichten.

Heute Abend laufen wir nur 500 Meter ins Restaurant und zurück. Morgen wird’s eh entspannt, eine kurze Etappe steht an.

Porto

Start des portugiesischen Jakobswegs ist in Porto. Vom Flughafen aus ging es gestern mit der Metro fur 2,60 Euro in die Stadt. Unsere Unterkunft liegt in der Nähe der Kathedrale, die morgen auch der Startpunkt unseres Weges sein wird. Da Kirche und Pilgerbüro aber erst um 9.00 Uhr öffnen, haben wir uns heute schon den offiziellen Pilgerpass geholt. Und den ersten Stempel gab es auch gleich. Davon braucht man nämlich täglich zwei Stück, um seinen Weg nach Santiago nachweisen zu können und dann das Pilgerzertifikat zu bekommen.

Ein Rundgang durch Porto lohnt sich sehr. Bergauf und bergab geht’s hier durch die Ortsteile. Nette Cafés und Restaurants gibt es und preiswert sind sie auch. Über den unteren Teil der Brücke Luis I. sind wir auf die andere Seite des Douro gelaufen, am Fluss entlang bis zu einem Café gegangen und dann mit der Seilbahn wieder hoch in die Stadt gefahren. Von da ging es über den oberen Teil der Brücke wieder zurück in die Oberstadt. Bis jetzt waren es heute schon 10 Kilometer – eigentlich wollten wir uns heute schonen, da wir morgen auf den Jakobsweg starten. Die erste Etappe ist 25 km lang und es soll den ganzen Tag regnen. Vielleicht haben wir ja doch Glück.

 

 

Abmarsch in Gelnhausen

Jetzt geht’s los. Rucksäcke sind gepackt: ein Vaude Brenta mit 25 Litern und 7 Kilo, ein Deuter 32 Liter mit 8 Kilo. Tja, ganz schön viel, da muss dann nämlich immer noch Wasser dazu. Aber die Wettervorhersage ist eher mäßig, es soll viel regnen. Also mussten die Regenponchos mit. Und allein die Maschine für meine Schlaf-Apnoe wiegt 1200 Gramm. Zum Glück habe ich meinen Sherpa dabei 😉